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PunkRock Guide -- Ungarn - Punkrock Country

Ungarn – Punkrock Country

Der Westen von Ungern war romische Provinz, in der Völkerwanderung Eindringen von Germanen, Hunnen und Awaren, um 890 Einströmen von Magyaren unter Arpad, seit den frühen Achzigen eine vitale Punk- und Skin-Szene.
Dieser Artikel ist aus einem Interview mit dem Herausgeber des ungarischen S.H.A.R.P.-Fanzines „Radical Roots” - Gabor – entstanden. Da er auch ein alter Sack – äh, Szenekenner – ist, hier der „Punkrock Guide” - Ungarn.
In den Anfangsjahren waren Konzerte eher selten. Vereinzelt fanden Gigs in Kneipen oder Studentenwohnheimen statt. Das änderte sich jedoch als in Budapest Mitte der Achziger der Underground Club „Fekete Lyuk” (Schwarzes Loch) seine Pforten öffnete und zu einem Mekka der Punk-/Skin-Szene avancierte. Jede Band, die etwas auf sich hielt, hatte hier in den 10 Jahren seines Bestehens mindestens einen Auftritt. Natürlich wurden diese Vorgänge von der Obrigkeit genau verfolgt und so waren auch immer verdeekte Ermittler – sogenannte Ziegelsteine – bei den Konzerten anwesend. Da die Gruppen in ihren Texten den Polizeistaat und das korrupte Regime attackierten, folgten Repressalien. Für den gemeinen Konzertbersucher gab es den Gummiknüppel, für die Bands oft hohe Haftstrafen. Vereinzelte Straßenschlachten rundeten das Bild ab.
Die Mitglieder der Band Közellenség wurden komplett inhaftiert. Dazu gesellten sich zwei Mitglieder von C.P.G., eine der großen Punk-Bands der Anfangsära (im Moment feiern sie ausgiebeg ihre Reunion). Sie ließen sich, trotz polizeilicher Warnungen, nicht davon abhalten, die eine oder andere Bemerkung über die Sozialistische Republik abzulassen – nicht sehr diplomatisch. Kostenpunkt: zwei Jahre Haft und ein Landesverweis. (Filmisch wurde dies in der Dokumentation „Punks Of Pol Pot Country” umgesetzt.) Auch ihren Kollegen Dauer, den ersten Sänger von Aurora, ereilte diese Schicksal.
Aurora, die aus Győr stammen, gründeten sich 1982 und sind wohl die bekannteste Punk-Formation Ungarns, Ihre engen Verbindungen zu Österreich und Deutschland ermöglichten ihnen einige Konzerte und ihre erste EP, die 1988 auf dem Label Empty Records erschien. 1989 kam ihr erster Longplayer „Tschüß Russe” heraus, der ein Riewsenerfolg wurde, da zeitgleich die 40-jährige Besatzungszeit der Sowjetarmee endete (das nenne ich am Puls der Zeit) und verkaufte sich 20000 mal. Auch die Konzerte waren sensationell besucht. Vigi (Gitarre, Gesang): „So viele Leute kamen, wir fühlten uns als ob jemand unsere Gummistiefel in Ballettschuhe verwandelt hätte.” Die spätere Kooperation mit Wizo/Hulk Räckorz zeigte ebenfalls Früchte: es entstand  die Aurora/Wizo-Split-CD „Mindhalálig Punk” (Für immer Punk), ihre zweite LP „Előre kurvák, gengszterek” (Vorwäts, Huren und Gangster) und die „Best Of 1983-98”. Amöbenklang brachte eine Splat-10” mit Antikörper heraus. Soweit zu Deutsch-Ungarischen Seilschaften. Die Mitglieder von Aurora haben gerade ein eigenes Label (Vigi Rec.) gegründet. Sie sind auch die Verantwortlichten für das Új Hullám-Festival. Ein Open Air-Event das ein mal im Jahr stattfindet. Es dauert drei Tage und es spielen an die 50 Bands.
Leider gab es, wie im Rest Europas. Mitte der Achziger eine Spaltung der Szene, Viele Glatzen um die naionalistische Band Mos-Oi (Was ist daran Oi!) wanderten in das rechte Lager ab. Trotz einer Hausdurchsuchung bei der Combo, in deren Verlauf Nazi-Literatur und -Flaggen, sowie Schußwaffen gefunden wurden, verhielt sich der Staat zurückhaltender als bei seinen „linken” Gegnern. Ein sozialistischer Staatsapparat, auf dem rechten Auge blind, erhob keine Anklage – auch lustig. Immer noch ist die Skin-Szene in Ungarn von Boneheads dominiert, doch auch die S.H.A.R.P.-Crew mit dem Fanzine „Skinbomb”, die Szentendre  S.H.A.R.P.-Crew mit dem Fanzine „Skazofrenia” und natürlich der RfB-Fanclub aus Dunaharaszti mit dem Heft „Radical Roots”.
Zwischen 1989 und 98 ist es um die Punk-Szene sehr still geworden. Erst vor 2-3 Jahren haben sich wieder verstärkt Bands gebildet wie die Streetpunk-Bands Katéter, Szobafogság, Hátsó Szándék, Yack; Ska-wie CsizmáSKAndúr, Kabimnet Rt, Kókler; und Skatepunk-Bands/HC-Bands wie Macskanadrág und Smafu, bzw. S.D.W. Und Hold X True. Die Gigs werden im Durchsnitt von 100-150 Leuten besucht. Doch es ist immer noch recht schwierig und kostspielig größere Konzerte zu verantstalten. Das liegt jedoch nicht an den Bands, die für die Reisekosten spielen, sondern an Steuern und dem Preisniveau des Eintritts, der sich an den Verdienstverhältnissen der Besucher richtet. Working Class, eben keine Börsenmakler.
So und nun ein paar Tips für diejenigen, die einmal Budapest, die Stadt der Brücken besuchen wollen: die Stadt hat zwei Millionen Einwohner, hier lebt jeder fünfte Ungar. Deshalb sollte man seine Unterkunft so wählen, dass man es zu den Schenswürdigkeiten nicht weit hat. Da bietet sich vor allem das Stadtzentrum, die Gellért-Hügel oder der Schloßbereich an, nette Cafés und Kneipen zu adäquaten Preisen. Was man auf jeden Fall vermenden sollte, ist die Hauptstraße Váci Street, dort regiert die Restaurant-Mafia. Ein empfehlenswerter Pub ist der „Mega Pub” (14. Kerület, ÖV utca 210), in dem samstags Ska- und Punk-Konzerte veranstaltet werden. Wer sich mit Tonträgern und anderen Punkrock-Utensilien eindecken will, besucht den „Mover Shop” (6. Kerület [districht], Dalszínház U. 10., nahe dem Opernhaus).
So und nun Informationen zu einigen Newcomer-Bands:
CsizmáSKAndúr spielen Skinhead-orientierten SKA, die Band existiert seit zwei Jahren und hat schon zwei Longplayer am Start: „Bulizik a SKA Maffia” (1999) und „Viva La SKA” (2001). (Kontakt: Rácz László, 2890 Tata, I. sz. Posta, Kossuth tér, Hungary, www.extra.hu/csizmaskandur)
Katéter sind eine Streetpunk-Formation mit starkem Oi!-Einfluß. Gegründet haben sie sich 1999. Ihre CD „Jogosan Dühös” erschien 2000. (Kontakt: Darabos Tamás, 2800 Tatabánya, Bánhidai ltp. 206. Hungary, www.extra.hu/kateter)
Smafu kommen aus Szeged und spielen nach eigener Aussage Gum-Punk. Meiner Meinung nach ist es Skatepunk mit Funpunk-Texten. (Kontakt: Gyüdi Sándor, 6721 Szeged, Tisza L. krt. 17. Hungary, e-mail: smafu@maffia.hu).
Ansonsten meint Gábor: "Eat more ,,Paprika'' and stay strong! Bands, kids and fanzines write us!" (Kontakt: Kovács Gábor [Radical Roots Fanzine], 2330 Dunaharaszti, P.F. 86. Hungary, e-mail: rootforboot@freemail.hu).

Gábor / Richard


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